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In diesem Newsroom finden Sie alle wichtigen Meldungen zu den Finanzmärkten und Finanzberaterthemen.

Der russische Einmarsch in die Ukraine

Dieser traurige gestrige Tag wird wohl leider in die Geschichtsbücher eingehen. Der russische Präsident hat sich von den Sanktionsdrohungen des Westens nicht beeindrucken lassen, verfolgt ganz egoistisch seine Interessen und hat seine Armee in die Ukraine einmarschieren lassen. 

Die internationalen Aktienmärkte haben bereits im Vorfeld dieser Invasion mit schwachen Kursen reagiert. Die heutige Marktreaktion ist überraschend verhalten. Die Entwicklung in den kommenden Tagen wird sicherlich von den weiteren Geschehnissen in der Ukraine abhängen.

Zu unserer Einschätzung der Lage gibt es unterschiedliche Szenarien:

Gesamtwirtschaftlich spielt Russland nicht die große Rolle. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt gehört Russland nicht zu den „Big Players“ und liegt nur auf dem Niveau der Benelux-Staaten. Die große Frage für den Westen wird sicherlich sein, ob Russland seine Energielieferungen aufrechterhält oder nicht. Dies wird davon abhängen, wie die Sanktionen des Westens ausfallen werden.

Natürlich muss sich Putin darüber im Klaren sein, dass sich der Westen im Falle eines Energieboykotts von seiner Seite in den kommenden Monaten um Energielieferungen aus anderen Ländern bemühen wird. Ob er das Risiko eingehen will, den Westen als Energiekunden und als sehr wichtigen Devisenbringer zu verlieren, ist fraglich. 

Ein Energieboykott hätte für den Westen möglicherweise folgende Konsequenzen:

- nachhaltig noch deutlich höhere Öl- und Gaspreise

- weiter steigende Teuerungsraten

- einen deutlich restriktiveren Kurs der Notenbanken

- Rezession


Kommt es zu keinem Energieboykott, dann könnte sich die Lage wie folgt darstellen:

- Beruhigung an der Energiepreisfront

- kein weiterer Anstieg der Teuerungsraten

- kein „zusätzlicher“ Handlungsdruck auf die Notenbanken


Sobald es im Verlaufe des Jahres 2022 dann noch zu einer Entspannung bei den Lieferengpässen kommen sollte, könnten die Kapitalmärkte wieder zur „Tagesordnung“ übergehen. Und die wirtschaftlichen Aussichten wären dann als sehr positiv zu werten.

2014 hat Russland mit der Annektion der Krim die Grundlage für den heutigen Krieg gelegt. Auch wenn die heutige Situation nicht mit der des Jahres 2014 eins zu eins vergleichbar ist – von der kriegerischen Auseinandersetzung sowie von der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Lage her – so kann man dennoch einen Blick zurückwerfen: Die Energiepreise sind im Verlauf des Jahres 2014 und in den beiden Folgejahren deutlich gefallen, während die Aktienmärkte gestiegen sind. Es ist nicht auszuschließen, dass sich dies in den kommenden Wochen und Monaten ähnlich entwickeln wird.

Im Rahmen unseres Vermögensverwaltungsauftrags behalten wir die Entwicklungen genau im Auge und reagieren auch kurzfristig entsprechend. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Portfoliomanagement-Team

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Sonderbericht des Portfoliomanagements: 25. Februar 2022

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